Worum geht es in diesem Interview?
Kurzantwort: Um den Ansatz von RONYA, Verwaltung, Werkstattsteuerung, Prüfmanagement und Online-Buchung auf einer Plattform zusammenzuführen, und um drei Trends der Unternehmensmobilität: Elektrifizierung, Poolfahrzeuge und die Folgen des Homeoffice. Das Gespräch führte Mobilitree.net im März 2024. Wir haben es im Wortlaut belassen und die Aussagen nachträglich mit belegten Zahlen eingeordnet.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Kern des Ansatzes: eine digitale Fahrzeugakte je Fahrzeug und standardisierte Servicekategorien, damit Aufträge vergleichbar werden.
- Die Elektrifizierung hat sich seither beschleunigt: 248.726 neu zugelassene Elektro-Pkw im ersten Halbjahr 2025, Marktanteil 17,7 Prozent.
- Homeoffice ist geblieben: 25 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten 2025 zumindest gelegentlich zu Hause, 2019 waren es 13 Prozent.
- Eine Aussage ist eine Selbsteinschätzung: Die Angabe, RONYA sei die einzige integrierte Lösung, ist nicht überprüft und stammt aus 2024.
- Der Befund zur Werkstattseite ist belegt: Etwa die Hälfte aller Pkw-Halter sieht Optimierungspotenzial bei der eigenen Werkstatt.
Das Statement von RONYA: „Ein Interview aus dem Jahr 2024 stehen zu lassen und die Aussagen danach mit heutigen Zahlen zu prüfen, ist unbequemer, als es neu zu schreiben. Es ist aber die einzige Form, in der ein Gespräch ein Gespräch bleibt. Was sich seither verändert hat, steht in den Einordnungen darunter, nicht in nachträglich geglätteten Antworten."
Ein Gespräch über digitale Fuhrparkverwaltung, nachhaltige Mobilität und die Zukunft der Unternehmensflotte, geführt im März 2024.
Mobilitree: Könnt ihr uns kurz erklären, was RONYA genau ist und welche Leistungen die Plattform abdeckt?
RONYA ist eine digitale Fuhrparkmanagement-Plattform, die Verwaltung, Wartung, Prüfwesen und Buchung in einer einzigen Lösung zusammenführt. Unser Ansatz ist es, den gesamten Lebenszyklus eines Flottenfahrzeugs digital abzubilden -- von der Fahrzeuganmeldung über regelmäßige Inspektionen und Werkstattaufenthalte bis hin zur Abrechnung. Fuhrparkverantwortliche erhalten eine zentrale Anlaufstelle, über die sie Termine buchen, Freigaben erteilen, Kosten überwachen und regulatorische Anforderungen erfüllen können.
Mobilitree: Der Markt für Fuhrparksoftware ist nicht gerade klein. Was unterscheidet RONYA von bestehenden Lösungen?
Die meisten Anbieter decken Teilbereiche ab: Entweder geht es um Kostenverwaltung, um Telematik oder um Wartungsplanung. RONYA ist nach unserem Wissen die einzige Lösung, die Verwaltung, Werkstattsteuerung, Prüfmanagement und Online-Buchung in einer integrierten Plattform vereint. Der Fuhrparkverantwortliche muss nicht zwischen drei verschiedenen Tools wechseln, um einen vollständigen Überblick zu bekommen. Alles läuft über ein Dashboard, alle Daten fließen zusammen.
Hinzu kommt unser Partnerwerkstatt-Netzwerk mit garantierten Festpreisen. Das schafft Kostentransparenz, die mit herkömmlichen Werkstattbeziehungen in dieser Form kaum erreichbar ist.
Einordnung der Redaktion: Die Aussage, RONYA sei nach eigenem Wissen die einzige integrierte Lösung, ist eine Selbsteinschätzung aus dem Jahr 2024 und keine überprüfte Marktaussage. Wir haben sie im Wortlaut stehen lassen, weisen aber darauf hin: Eine neutrale Einordnung der Anbietertypen mit Prüfstand September 2026 liefert unser Marktüberblick zur Schadensteuerungs-Software.
Mobilitree: Wie setzt ihr die Digitalisierung konkret um? Was erleben Fuhrparkmanager im Alltag?
Der Kern liegt in der strukturierten Datenerfassung. Jedes Fahrzeug erhält eine digitale Akte, in der alle relevanten Informationen hinterlegt sind: Vertragsdaten, Wartungshistorie, Prüftermine, Schadensmeldungen. Leistungen werden über klar definierte Servicekategorien gebucht, sodass Aufträge standardisiert und vergleichbar sind.
Im Alltag sieht das so aus: Der Fuhrparkmanager loggt sich ins Dashboard ein und sieht sofort, welche Fahrzeuge demnächst zur Inspektion müssen, welche Prüftermine anstehen und wie sich die Kosten entwickeln. Termine werden mit wenigen Klicks gebucht, Freigaben digital erteilt. Das spart nicht nur Zeit, sondern eliminiert auch die typischen Informationslücken, die bei telefonischer oder E-Mail-basierter Koordination entstehen.
Einordnung der Redaktion: Wie schwer der Vergleich ohne Standardisierung fällt, hat der ADAC Anfang 2026 gemessen. Von 120 bei Markenwerkstätten angefragten Kostenvoranschlägen blieben 26 unbeantwortet, und nur 39 waren detailliert nachvollziehbar aufgeschlüsselt.
Mobilitree: Gibt es konkrete Erfolge, die ihr bei euren Kunden beobachtet?
Ja, durchaus. Viele unserer Kunden berichten, dass sie nach der Einführung von RONYA eine deutlich bessere Kontrolle über ihre Flotte haben. Fahrzeuge fallen seltener ungeplant aus, weil Wartungsintervalle konsequent eingehalten werden. Die Standzeiten in Werkstätten verkürzen sich, weil Aufträge vorab vollständig dokumentiert sind und die Werkstatt gezielt vorbereiten kann.
Ein häufig genannter Punkt ist auch die Kostentransparenz. Wenn Fuhrparkmanager erstmals schwarz auf weiß sehen, was einzelne Fahrzeuge tatsächlich kosten, führt das oft zu strategischen Anpassungen -- etwa beim Austauschzyklus oder bei der Anbieterauswahl.
Einordnung der Redaktion: Diese Aussagen sind Kundenrückmeldungen, keine erhobenen Messwerte. Wer den Effekt für den eigenen Fuhrpark beziffern will, findet das Vorgehen in unserem Beitrag zum Senken von Standzeiten.
Mobilitree: Welche Trends seht ihr aktuell im Bereich der Unternehmensmobilität?
Drei Entwicklungen stehen gerade im Vordergrund. Erstens die Elektromobilität: Immer mehr Unternehmen integrieren Elektrofahrzeuge in ihre Flotten, was neue Anforderungen an Ladeinfrastruktur, Wartung und Reichweitenplanung mit sich bringt.
Zweitens beobachten wir ein wachsendes Interesse an Carsharing-Modellen innerhalb von Unternehmensflotten. Statt jedem Mitarbeiter ein eigenes Fahrzeug zuzuweisen, teilen sich mehrere Personen einen Pool. Das spart Kosten und reduziert die Fahrzeuganzahl.
Drittens hat der Trend zum Home-Office die Mobilität grundlegend verändert. Weniger Pendelverkehr bedeutet geringere Fahrleistungen, was sich auf Wartungsintervalle, Versicherungskosten und die gesamte Fuhrparkdimensionierung auswirkt. Unternehmen überdenken, wie viele Fahrzeuge sie tatsächlich benötigen.
Wie haben sich die drei Trends seither entwickelt?
Abbildung 1: Neuzulassungen batterieelektrischer Pkw im ersten Halbjahr. Datenbasis: Kraftfahrt-Bundesamt.
| Im Interview genannter Trend | Belegte Entwicklung seither | Quelle |
|---|---|---|
| Elektromobilität in Flotten | 248.726 neu zugelassene Elektro-Pkw im 1. Halbjahr 2025, Marktanteil 17,7 Prozent, gegenüber 184.125 im Vorjahreszeitraum | Kraftfahrt-Bundesamt |
| Poolfahrzeuge statt Einzelzuweisung | keine belastbare öffentliche Erhebung gefunden | – |
| Homeoffice und geringere Fahrleistung | 25 Prozent der Erwerbstätigen 2025 zumindest gelegentlich im Homeoffice, 2019 waren es 13 Prozent | Statistisches Bundesamt |
Zwei der drei Trends lassen sich mit amtlichen Zahlen belegen, der dritte nicht. Für die Verbreitung von Poolfahrzeugen in Unternehmensflotten haben wir keine belastbare öffentliche Erhebung gefunden und nennen deshalb keine Zahl.
Was die Elektrifizierung wirtschaftlich für eine Flotte bedeutet, rechnet unser Beitrag zu E-Autos im Firmenleasing durch.
Mobilitree: Wie sieht die Zukunftsvision von RONYA aus?
Unser langfristiges Ziel ist es, die Plattform kontinuierlich weiterzuentwickeln, um den sich wandelnden Anforderungen gerecht zu werden. Nachhaltigkeit spielt dabei eine zentrale Rolle -- wir wollen Unternehmen dabei unterstützen, ihre Flottenemissionen zu senken und den Weg zur grünen Flotte aktiv zu gestalten.
Technologisch arbeiten wir an der Integration von Telematik-Daten, die eine noch präzisere Wartungsplanung und Verbrauchsoptimierung ermöglichen. Langfristig werden auch Themen wie autonomes Fahren und Mobilitätsbudgets eine Rolle spielen. Die Idee: Statt einem Dienstwagen erhalten Mitarbeiter ein Budget, das sie flexibel für verschiedene Mobilitätsformen einsetzen können -- vom ÖPNV-Ticket über Carsharing bis zum Dienstrad.
Mobilitree: Abschließend: Wie schätzt ihr den Digitalisierungsreifegrad deutscher Unternehmen im Fuhrparkbereich ein?
Ehrlich gesagt: Es gibt noch viel Potenzial. Viele Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, arbeiten nach wie vor mit Excel-Tabellen und manuellen Prozessen. Die Bereitschaft zur Digitalisierung ist da, aber oft fehlt der Anstoß oder die Klarheit darüber, welchen konkreten Nutzen eine digitale Lösung bringt.
Wir sehen unsere Aufgabe auch darin, Aufklärungsarbeit zu leisten und zu zeigen, dass digitale Fuhrparkverwaltung kein Mammutprojekt sein muss. Mit RONYA kann ein Unternehmen innerhalb weniger Tage starten und sofort von strukturierteren Prozessen, transparenteren Kosten und weniger Verwaltungsaufwand profitieren.
Einordnung der Redaktion: Belastbare, öffentlich zugängliche Zahlen zum Digitalisierungsgrad speziell in Fuhrparks haben wir nicht gefunden. Belegt ist dagegen die Unzufriedenheit auf der Kundenseite.
„Trotz einer hohen Treue zur Werkstatt und einer weiterhin engen Bindung sieht etwa die Hälfte aller Pkw-Halter Optimierungspotenzial bei der eigenen Werkstatt."
-- DAT-Report 2026, Kurzbericht der Deutschen Automobil Treuhand, Erhebungsjahr 2025
Der Report nennt dabei ausdrücklich die Terminsituation sowie die Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten als Kritikpunkte. Warum die Tabellenkalkulation dabei an Grenzen stößt, beschreibt unser Beitrag zum Schadenmanagement ohne Excel.
Vielen Dank an Mobilitree.net für das Gespräch und das Interesse an unserer Arbeit.
Wie ist dieser Beitrag einzuordnen?
| Textteil | Was er ist |
|---|---|
| die Antworten im Interview | Selbstauskunft von RONYA, Stand März 2024, im Wortlaut belassen |
| die eingerückten Einordnungen | redaktionelle Ergänzung von September 2026 mit belegten Zahlen |
| Kurzantwort, Zusammenfassung und Trendtabelle | redaktionelle Ergänzung von September 2026 |
Wir haben die Antworten bewusst nicht nachträglich geglättet. Wo eine Aussage heute anders zu bewerten ist, steht das als Einordnung darunter.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Interview?
Um den Ansatz von RONYA zur digitalen Fuhrparkverwaltung, um die Verbindung von Verwaltung, Werkstattsteuerung und Buchung auf einer Plattform sowie um drei Trends der Unternehmensmobilität. Das Gespräch wurde im März 2024 mit Mobilitree.net geführt.
Wie belastbar sind die Aussagen im Interview?
Es handelt sich um Selbstauskünfte von RONYA aus dem Jahr 2024, nicht um geprüfte Marktdaten. Die Einordnungen unter den Antworten ergänzen belegte Zahlen von KBA, Destatis, DAT und ADAC.
Wie hat sich die Elektromobilität seither entwickelt?
Im ersten Halbjahr 2025 wurden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts 248.726 batterieelektrische Pkw neu zugelassen, ein Marktanteil von 17,7 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es 184.125.
Und der Trend zum Homeoffice?
Er hat sich verfestigt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts arbeiteten 2025 25 Prozent aller Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice, gegenüber 13 Prozent im Jahr 2019.
Stimmt die Aussage, RONYA sei die einzige integrierte Lösung?
Das ist eine Selbsteinschätzung aus dem Jahr 2024 und keine überprüfte Marktaussage. Eine neutrale Einordnung der Anbietertypen liefert unser Marktüberblick zur Schadensteuerungs-Software.
Wie steht es um den Digitalisierungsgrad im Mittelstand?
Belastbare, öffentlich zugängliche Zahlen speziell für Fuhrparks haben wir nicht gefunden. Belegt ist die Unzufriedenheit auf der Kundenseite: Laut DAT-Report 2026 sieht etwa die Hälfte aller Pkw-Halter Optimierungspotenzial bei der eigenen Werkstatt, vor allem bei Terminsituation und Kommunikation.
Quellen und weiterführende Informationen
- Kraftfahrt-Bundesamt: Rekordhoch bei den Elektro-Personenkraftwagen (BEV) im ersten Halbjahr 2025. Quelle der 248.726 Neuzulassungen, des Marktanteils von 17,7 Prozent und des Vorjahreswerts von 184.125.
- Statistisches Bundesamt: Anteil leicht gestiegen: 25 % der Erwerbstätigen arbeiteten 2025 im Homeoffice, Pressemitteilung N024 vom 22. April 2026. Quelle der Homeoffice-Anteile von 25 Prozent für 2025 und 13 Prozent für 2019.
- Deutsche Automobil Treuhand: DAT-Report 2026, Kurzbericht (PDF), Erhebungsjahr 2025. Quelle der Aussage zur Werkstattkritik.
- ADAC: Pkw-Kundendienst: Preisvergleich lohnt, 3. Februar 2026. Quelle der Angaben zu Antwortquote und Aufschlüsselung von Kostenvoranschlägen.
Zuletzt aktualisiert am 9. September 2026. Das Interview wurde im März 2024 geführt und im Wortlaut belassen. Die Antworten sind Selbstauskünfte von RONYA. Alle mit Quellen versehenen Einordnungen wurden im September 2026 ergänzt.